Besonders erwähnenswerte Tauchplätze:

(Reihenfolge ohne Wertung!)

Harald Weinrich CuracaoSun Reef Hausriff (Boca Sami)

Vor dem Sun Reef grosser Flachbereich mit Seepferdchen, Sepien und viel Kleinzeug. Hier haben wir auch schon Schildkröten, Stachelrochen, Langusten, Bärenkrebse, Oktopusse oder auch den Schwarm auf dem nebenstehenden Bild gesehen. Das Riff selbst ist abwechslungsreich, von diversen Canyons durchzogen. Dazu gibt es viele Korallen und Schwämme.
Man kann auch one way tauchen, entweder von einem kleinen Sandstrand neben Wederfoorts Appartements (Tauchplatz Snake Bay) zum Sun Reef oder in die Gegenrichtung. Direkt am Ausstieg finden sich nachts mehrere Tarpoone ein.
Apropos Ausstieg: Den sollte man sich, speziell wenn man one way taucht, vorher genau ansehen, damit dann nach dem Auftauchen nicht das grosse Suchen beginnt.

 

Harald Weinrich CuracaoVaersenbay / Off the Road

Seit 2011 ist die Anlage komplett neu aufgebaut und wieder bewirtschaftet. Damit lohnt sich dieser Tauchplatz auch wieder, schon wegen seiner Nähe zum Sun Reef. Auch hier ein schönes Riff mit dichtem Bewuchs und viel Fisch.
Von hier ist auch, sofern man kein Boot zur Verfügung hat, ein möglicher Startplatz für "Off the Road". Dieser setzt aber taucherische Erfahrung und ein wenig Kondition voraus. Zum einen muss man gut 15 min schwimmen. Zum anderen geht der interessante Bereich erst bei ca. 30m los. Hier sank, vermutlich in den frühen 60ern, ein Schlepper (Vorsicht, der liegt auf gut 50m) samt seinem Lastkahn: Ladung waren Autos v.a. amerikanischer und französischer Marken, angeblich Diebesgut. Diese bieten natürlich inzwischen eine sehenswerte Kulisse. Wenn man sich die Luft geschickt eingeteilt hat, reicht sie, um bis zur Vaersenbay zurück zu tauchen.

 

Harald Weinrich CuracaoPorto Marie:

Hier haben wir einen bewirtschafteten Strand mit Beach-Bar Bar (leckeres Essen, grosse Auswahl an Getränken), sanitären Anlagen, Platz für das Equipment und Schliessfächern. Abweichend zu den anderen Tauchplätzen handelt es sich um ein Doppel-Riff. D.h. es geht sandig bis auf ca. 18m, dann noch einmal hinauf bis ca. 10m und dann beginnt erst das eigentliche Riff. Ausserdem gibt es einen Einschnitt im äusseren Riff direkt nach draussen. Dadurch verirren sich immer mal wieder Adlerrochen oder Schildkröten in den Innenbereich.
Durch die Infrastruktur und die besonderen Bedingungen trifft man hier öfter Tauchschulen oder andere Taucher.

 

Harald Weinrich CuracaoSuperior Producer

Der Frachter hat die Hafeneinfahrt von Willemstad verfehlt und ist auf das Riff aufgelaufen. Man munkelt, dass Alkohol im Spiel war. Heute liegt er direkt neben der Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe auf 30m Tiefe. Wegen denen gibt es seit ein paar Jahren eine Einschränkung: Wenn die Anlegestelle nicht frei ist, darf nicht getaucht werden. Sollte man sich vorher erkundigen. Der Grund ist aber sicher nicht die Sorge um Taucher, sondern eher die Sorge vor Anschlägen. Wobei ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann, dass die Geräuschkulisse, wenn so ein grosser Pott anlegt und man als Taucher am Wrack ist, alles andere als beruhigend wirkt.
Beim Einstieg sollte man aufpassen: Der Untergrund ist ausgewaschenes Korallengestein und bei Wellen sieht man nicht, wohin man tritt. Vom Ufer schwimmt man zur Boje und taucht dann direkt ab. Das Wrack ist um die 60m lang. Die Laderäume sind leer und können problemlos betaucht werden. Ausserdem bieten sie bei Strömung Schutz. Schraube und Ruder sind ebenfalls interessant, ebenso wie diverse Winden und sonstige Gerätschaften auf Deck. Das Ruderhaus ist leider komplett ausgeräumt.
Erfreulicherweise sieht man vom Wrack aus das Riff, kann die paar Meter rüberschwimmen und dann dort ganz gemütlich Deko bzw. Sicherheitsstopp "absitzen".

 

Harald Weinrich CuracaoCar Pile

Hier wurden nach Abschluss der Bauarbeiten an den Hotels diverse Kräne und auch wieder eine Menge alte Autos versenkt. Sofern man nicht von der Tauchbasis im Hotelgelände tauchen möchte, kann man rechts daneben parken und sich umziehen. Dort gibt es auch einen Kiosk für den Imbiss danach. Einstieg ist dann eine kleine Badebucht. Die ist zwar sehr bequem, bedeutet aber wieder eine längere Schwimmstrecke (ca. 20min). Abtauchen dann etwa Mitte Hotel "Name". Uns begrüsste beim letzten Besuch dort gleich ein Barrakuda. Der Tauchplatz beginnt auch wieder erst jenseits der 25m und zieht sich bis deutlich über 50m Tiefe. Wie bei "Off the Road" kann man hier bei geschickter Lufteinteilung den Rückweg zum Austauchen nutzen. Im Flachbereich gibt es einiges an Elchgeweihkorallen. Wir hatten beim letzten TG dort Begleitung durch einen Tarpoon.

 

Harald Weinrich CuracaoTug Boat

Das ist DER Klassiker auf Curacao. Das Wrack des Tug Boat taucht eigentlich in ziemlich jedem Bericht auf. Das Wrack liegt in einer Bucht auf ca. 5m auf sandigem Grund. Deshalb wird es auch viel von Schnorchlern besucht. Und eigentlich gibt es nicht viel her, aber gesehen haben sollte man es schon einmal. In der Bucht kann man aber schon einige Zeit verbringen, wenn man nach Kleinzeug und auch kleineren Fischen sucht. In den dort liegenden Korallenblöcken findet man auch mal einen Oktopus.
Spannend ist es auch, aus der Bucht heraus nach links zu tauchen. Zuerst kommen einige Sandplattformen. Dort kann man auch Seepferdchen finden. Danach folgt eine Steilwand, die von Canyons unterbrochen ist und in der auch viel kleine Grotten mit reichlich Getier zu finden sind.

 

Harald Weinrich CuracaoDirectors Bay

...ist die Fortsetzung der Steilwand hinter dem Tug Boat. Die Anfahrt ist nicht ganz einfach, obwohl der grösste Teil der Strecke asphaltiert ist. Es gibt Parkmöglichkeit und der Zugang zum Strand erfolgt über eine Treppe.
Ist eine recht abwechslungsreiche Steilwand. Aber für den Rückweg kann man auch gut auf dem Plateau tauchen: Viele Korallen, Gorgonien, viel Fisch, Schildkröten usw.
Falls man einen Fahrer hat, ist sicher auch one way zum Tugboat möglich.

 

Weitere Tauchplatzbeschreibungen folgen...

 

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